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Andy Irvine
AIMING FOR THE HEART

Das Songbuch von

Andy Irvine

AIMING FOR THE HEART

Irish Song Affairs

Texte und Noten
Vorwort Paul Brady
Illustrationen
Eamonn O’Doherty


108 Seiten • Paperback
Revidierte Neuausgabe
Zweisprachig
englisch / deutsch
Song Bücherei
ISBN 978-3-923445-05-9
Ladenpreis 16,- EUR


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SONG BÜCHEREI



Die Alben von
ANDY IRVINE



ANDY IRVINE
On Tour




Endlich lieferbar: die revidierte Neuausgabe des Songbuchs vom irischen Singer-Songwriter Andy Irvine. Zweisprachig mit Texten, Noten, Akkorden, Kommentaren, Illustrationen, Vorwort, Nachwort, ausführlichem Werkverzeichnis und Diskographie.


Wenn es unter den Protagonisten der irischen Musikszene jemanden gibt, auf den wenn überhaupt das Etikett "Folksänger" wirklich passt, so ist des der Dubliner Singer-Songwriter und Musiker Andy Irvine. "Never Tire Of The Road" lautet der Titel einer seiner Songs und das darf man durchaus wörtlich verstehen. Ob Solo ganz und gar auf sich allein gestellt, im Duo mit kongenialen Partnern wie den irischen Folkgrossmeistern Mick Hanly, Paul Brady und Donal Lunny oder im großen Team mit so arrivierten Bands wie "Planxty", Patrick Street" oder "Mozaik", seine musikalischen Wege und Beziehungen reichen um die ganze Welt. Auf den Strassen und Plätzen, den Podesten der Kneipen oder kleinen und großen Clubs, in Festivalarenen oder auf den Bühnen der namhaftesten Konzerthäuser, überall unter Freunden, nie abgehoben, seine besondere Balance zwischen kreativen Talenten und lebenskluger Bodenhaftung hat sich vielerorts eingeprägt und weite Kreise gezogen. Unter Menschen zieht es die besten Folkfreaks, seit es sie gibt. Da ist ihr Terrain ... und das bekanntlich schon von jeher.

Wie vielen seiner Generation geriet ihm die Zeit um 1968 zum Schlüsseljahr. Es markiert den Beginn seiner ganz eigenen "never ending tour" und wirkt bis heute nach. "Down in Ljubljana, they’ve never seen such a motley crew / some in search of Nirvana and some of us with nothing else to do" (aus dem Song "Rainy Sundays"). Gerade erst war das erste und einzige, mittlerweile historische gleichnamige Album seiner ersten Band „Sweeney’s Men“ erschienen und hatte in der traditionsreichen Folkmusik Irlands ganz neue Töne angeschlagen. In Habitus und Lebensgefühl sowieso, aber auch im musikalischen Selbstverständnis und einem Hang zu nonkonformen Song-Interpretationen („Willy O’Winsbury“) oder durch die Erweiterung des herkömmlichen irischen Instrumentariums um die Bouzouki und ihre belebenden Eigenschaften für das Ausdrucksvermögen des modernen Irish Folk. Den Kopf voller Ideen und Klänge zog es ihn vom heimatlichen Dublin in Richtung Orient, um seiner Zeit auf die Spur zu kommen und den frischen Fährten des großen Trails der Rebellion zu folgen. Sie führten ihn bekanntlich bis in die damals noch fest verschlossenen osteuropäischen Länder Jugoslawien, Rumänien und Bulgarien und bargen einen besonderen Schatz an Erfahrungen, deren Früchte noch heute munden. Es waren glückliche Tage mit glücklichen Fügungen. Denn nicht zuletzt die so entfachte Neugier haben ihn in seiner persönlichen wie musikalischen Entwicklung stark geprägt und im wirklichen Sinne nachhaltige Wirkungen entfaltet. „In Dublin war alles anders geworden. Oder vielleicht hatte ich mich auch verändert. O’Dongues war nicht mehr so, wie ich es kannte. Es war weltberühmt geworden.“ (Andy Irvine im Nachwort).

Wandel lag damals in der Luft, überkommene Ungereimtheiten wohin man sah und die kreativsten Köpfe schickten sich an, dem Aufbruch Gehör zu verschaffen. Andy Irvine mit dabei an vorderster Front. Die Navigation zu neuen Ufern lag ihm schließlich im Blut. „Ich schlief auf den Feldern, wurde von Einheimischen bestaunt, schlug mich mit meinem Geld so weit durch, wie es irgend ging, und wenn ich einen ungewöhnlichen Namen auf der Landkarte fand, fuhr ich an den Ort, um herauszufinden, wie es dort aussah“ (Andy Irvine, ebd.).

Für einen wie ihn sind Freundschaften der eigentliche Sinn des Ganzen. Sie geben seinen kunstvollen Beziehungsgeflechten die nötige Stabilität. Dafür offeriert die gemeinhin recht rare Kombination verschiedener Gottesgaben eine Fülle von Verknüpfungsoptionen, derentwegen er sich unter Musikerkollegen weltweit höchster Wertschätzung erfreut. Der klassische Fall eines „Musician’s Musician“.

Ausgerechnet in Dublin in ganz jungen Jahren die Schauspielerei auszuüben, will schon etwas heißen. Eine gute Schule zum besseren Verständnis des großen Welttheaters. Selbst, wenn er eigentlich grelles Rampenlicht scheut und uneigentlich mit seiner gelassenen und unprätentiösen Wesensart wenn schon denn schon jedweden falschen Schein zu nehmen versteht. Eine starke Affinität zur Poesie liegt folglich auf der Hand. Dann gibt es da die Verflechtungen seiner irischen Wurzeln mit Geist und Botschaften früher anglo-amerikanischer Vorbilder wie Woody Guthrie oder Ramblin’ Jack Elliott und deren Folkwelten. Sie haben einen tiefen Eindruck hinterlassen und ihm in seiner künstlerischen Entwicklung eine weltoffene Orientierung gegeben. Unüberhörbar in seinem Gesang und der einfühlsamen Überzeugungskraft, die darin steckt. Es klingt durch in seiner gediegenen instrumentalen Virtuosität (z.B. mit der Bouzouki), vor allem aber profitieren Inspirationsvermögen sowie sein Vermögen, zu inspirieren und filigrane Arrangements zu zaubern, von dieser kostbaren Gemengelage.

Und dann ist da noch das, was sein Freund und Kollege Paul Brady im Vorwort von „Aiming For The Heart“ treffend „Andy’s ear for a good song“ nennt. Eine feine Intuition für das spezifische Potential von Liedern, ob nun aus dem reichen Fundus der Überlieferung oder seinen eigenen Kompositionen. Hier ist ein ausgemachter Champion am Werk, der wesentlich zur weltmusikalischen Öffnung und Modernisierung des Irish Folk beigetragen und dem die irische Musik wertvolle Impulse und Innovationen zu verdanken hat. Wie diese Sammlung seiner „frühen“ und bereits zeitlosen Werke stimmig bezeugt.



Im Songbuch sind folgende Lieder / Werke von Andy Irvine in dieser Reihenfolge abgedruckt:

West Coast Of Clare
Arthur MacBride
Pat Reilly
Time Will Cure Me
Plains Of Kildare
Bonny Woodhall
Martinmas Time
Autumn Gold
The Rambling Siúler
You Rambling Boys Of Pleasure
Smeceno Horo
Roger O’Hehir
Kellswater
Johnny Of Brady’s Lea
Thousands Are Sailing
Napoleon Bonaparte
General Monroe
Farewell To Old Ireland
Edward Connors
The Longford Weaver
Farewell To Ballymoney
Romanian Song (Blood And Gold)
King Bore And The Sandman
Rainy Sundays
Willy O’Winsbury
Creggan White Hare
At Twenty One
Captain Colston
Captain Thunderbolt
The Dodger’s Song
Baneasa’s Green Glade
Sure To Be A Row
My Heart’s Tonight In Ireland